Donnerstag, 28. August 2014

Ein neuer Platz für meine Zeitschriften

Nach längerer Handarbeitspause gibt es mal wieder etwas von mir zu zeigen. Im Mai hatte ich ja bei der Wollfactory bestellt, und unter anderem sind zwei Konen Recotton dabei gewesen. Hier nochmal der Link zu meiner damaligen Bestellung: Klick
Ich hatte auch gleich angefangen, das dicke Bändchengarn zu verarbeiten, aber nach dem ersten Knäuel hat mein Handgelenk gestreikt. Daher lag das angefangene Teil nun einige Wochen in der Ecke. Aber endlich habe ich mich aufgerafft und meinen Korb fertig gehäkelt, damit meine Koch-Zeitschriften ein neues Zuhause haben.

Und so habe ich den Korb gemacht:
Benötigt habe ich für einen Korb dieser Größe 2 Konen Recotton (geht natürlich auch mit Zpagetti), und ich habe mit einer Häkelnadel Nr. 7 gearbeitet. Wenn ich mal wieder mit diesem Material häkle, werde ich aber eine etwas stärkere Häkelnadel benutzen, denn dann geht's auch leichter.

1. Runde: Eine Anfangsschlaufe bilden und 8 feste Maschen hinein häkeln,
in der zweiten Runde jede feste Masche verdoppeln, so dass man am Ende der Runde 16 Maschen hat. Am Ende der Runde einen Faden oder Maschenmarkierer anbringen. In der dritten Runde jede zweite Masche verdoppeln, in der vierten Runde jede dritte Masche und so weiter. Ich habe insgesamt 12 Runden auf diese Weise gehäkelt. In der folgenden Runde ebenfalls feste Maschen häkeln, jedoch nur in die hintere Schlaufe der Masche einstechen, das ergibt dann einen Rand, so dass der Korb einen besseren Stand bekommt. Nun gerade hoch, immer in Runden zu festen Maschen häkeln, bei mir waren das 7 gerade Runden. In der folgenden Runde die Stellen für zwei Henkel (gegenüberliegend) bestimmen und markieren. Meine Griffe habe ich jeweils über 10 Maschen gearbeitet. Egal wie groß der Korb ist und mit wie viel Maschen man die Runden häkelt, für die Position der Griffe teilt man die Maschenzahl einer Runde durch 2. Dann häkelt man die erste Hälfte feste Maschen, bis auf 10, arbeitet 10 Luftmaschen und übergeht 10 Maschen der letzten Reihe. Nun häkelt man die zweite Hälfte feste Maschen, wieder bis auf die letzten 10, arbeitet nochmal 10 Luftmaschen, übergeht die letzten 10 festen Maschen der Vorreihe und beendet die Runde mit einer Kettmasche in die Anfangsmasche. In der folgenden Runde häkelt man wieder feste Maschen, wie gewohnt, und um die Luftmaschenreihen, die jeweils einen Griff bilden, werden auch 10 feste Maschen gehäkelt. Ich habe noch eine weitere Runde feste Maschen darüber gehäkelt, bis mein Garn zu Ende war. Die zwei Knäuel sind bis auf ein kleines Fitzelchen aufgegangen. Wie ihr seht, ist der Korb recht geräumig geworden, so dass ich großformatige Zeitschriften gut hineinlegen kann. Natürlich ist so ein Korb vielseitig einsetzbar, als Wollkorb für Handarbeiterinnen, als Spielzeugkorb für die Kleinen oder auch als Katzenkörbchen. 

Dienstag, 5. August 2014

Spielzeug von Eltern selbst gemacht - Freya Jaffke


Spielzeug von Eltern selbstgemacht: Arbeitsmaterial aus den Waldorfkindergärten 1

Dieses 160 Seiten starke Buch wendet sich in erster Linie an Eltern, Großeltern, Erzieher und an alle kreativen Menschen, die mit Kindern zu tun haben und sinnvolles, brauchbares Spielzeug für die Kleinen selber machen wollen.
Betrachtet man die verschiedenen Vorschläge, so ist es gar nicht so schwer, wirklich schönes und gutes Spielzeug selbst herzustellen. Manchmal reicht schon ein Foto zur Inspiration, denn vieles ist ganz einfach und doch so genial. Es werden ausschließlich Naturmaterialien verwendet. Für die ganz Kleinen gibt es ein Knotenpüppchen, ganz fein und abgerundet geschliffene Holzklötzchen oder einen bestickten Filzball.  Nach und nach wird das Spielsortiment ergänzt. Es kommen weitere Dinge dazu, beispielsweise Spieltücher, selbst gehäkelte Kordeln, Spielkissen, Bauhölzer und vieles mehr. Wenn man sich in der Natur umsieht, kann man viele kleine Schätze entdecken, die von den Kindern gerne angenommen und in ihr Spiel integriert werden. Gemeinsam mit den Kleinen kann man schöne Steine, Zapfen und Federn sammeln, und in Verbindung mit Bausteinen entstehen wundervolle, phantasiereiche Landschaften oder Accessoires für die Puppenstube. Auch große Projekte kann man mit Hilfe der bebilderten und gut beschriebenen Anleitungen im Buch schaffen. Vom Kaufladen, der Puppenstube oder dem Puppenhaus, dem Bauernhof bis hin zu Spielzeug für draußen, wie Sandkasten, Blockstelzen und vieles mehr ist hier vertreten und verlockt dazu, es nachzuarbeiten. Auch die Fertigung einfacher Marionetten oder farbenfroher Bilder aus Märchenwolle wird gezeigt. Ob man lieber mit Holz werkelt oder eine Handarbeit, wie Stricken, Häkeln oder Nähen bevorzugt, mit allen kreativen Techniken lässt sich Schönes schaffen, das den Kindern Freude macht, die Phantasie und Kreativität anregt und zu intensivem Spielen animiert. Gerade für Strickbegeisterte sind sicher die handgearbeiteten Tiere aus Wolle interessant. Da gibt es Schafe, Pferdchen, Esel, Schweinchen, Katzen und auch Hühner oder Enten, und mit Hilfe der genauen Anleitung und der Unterstützung eines Erwachsenen können das sogar schon etwas ältere Schulkinder nacharbeiten. Das kann ein Ansporn für die Kinder sein, sich ihre eigenen Lieblingsspielsachen selbst zu machen, worauf sie dann natürlich besonders stolz sind.
Die Autorin ist eine erfahrene Waldorfkindergärtnerin, und  dieses Buch erschien nun bereits in der 23. Auflage, mit über 160.000 verkauften Exemplaren. Diese Zahlen sprechen für sich, und wenn man sich das Buch näher ansieht, kann man den Erfolg auch nachvollziehen.


Das Buch ist im Verlag Freies Geistesleben erschienen und auch dort beziehbar.



Sonntag, 22. Juni 2014

Whipped Shea Butter selbst gerührt

Da meine Haut stellenweise sehr trocken ist und ich lt. Hautarzt eine Neigung zu leichter Neurodermitis habe, die jedoch nicht so stark ist, dass ich medizinische Salben benutzen müsste, rühre ich mir für meine Zwecke eine sahnige Creme, die  meiner Haut richtig gut tut und ruppige Stellen schnell glättet. Seit langem hat sich für mich die "Whipped Shea" bewährt, d.h. eine luftig aufgeschlagene Sheabutter.

Es gibt für "Whipped Shea" jede Menge Anregungen, wenn man sich im Internet umsieht, denn diese "nahrhafte" und natürliche Pflege ist sehr beliebt. Hier habe ich euch mal meine persönlichen Favoriten zusammengestellt, was ich alles hineingebe.

Als Zutaten nehme ich 2/3 Shea und 1/3 Pflanzenöl, in diesem Fall habe ich Jojoba- und Arganöl gemischt, also sieht meine Zusammenstellung so aus:
100 Gramm Shea, 25 Gramm Jojobaöl und 25 Gramm Arganöl. 
Dazu kommen noch 10 Gramm Schwarzkümmelöl, da es meiner Haut besonders gut tut, noch 5 Gramm Borretschöl (man kann auch nur Borretschöl oder nur Schwarzkümmelöl nehmen, je nachdem was man lieber mag) 
und zuletzt noch 8 bis 10 Tropfen ätherisches Lavendelöl.

Die Zutaten sollten Zimmertemperatur haben, die Shea sollte schön weich sein. Ist sie noch zu fest, erwärme ich sie vorsichtig im Wasserbad, bis sie an den Rändern anfängt zu schmelzen. Auf keinen Fall darf sie zu stark erhitzt werden, denn sonst wird das Ergebnis grisselig. Alle Zutaten in einer Rührschüssel vorsichtig vermengen und dann mit dem Handrührgerät (höchste Stufe) kräftig aufschlagen. Ich stelle die Schüssel mit der Shea-Creme zwischendurch immer mal 10 Minuten in den Tiefkühler und schlage dann erneut auf. Das wiederhole ich ca. 3 bis 4 mal. Hat man anfangs eine ölige, gelbliche Masse, so wird die Shea durch das kräftige Aufschlagen richtig locker und weiß; sie bekommt eine ähnliche Konsistenz wie geschlagene Sahne.  Durch das Bearbeiten nimmt die Masse fast das doppelte Volumen an.
Da die Creme ausschließlich ölige Substanzen enthält, kann man auf eine Konservierung verzichten, was die "Whipped Shea" natürlich nochmal verträglicher macht.


Ich sammle ständig schöne Cremetöpfchen, so dass ich immer genügend Behälter habe, um meine selbst gerührte "Whipped Shea" abzufüllen. Nun habe ich wieder für eine Weile Vorrat.

Dienstag, 10. Juni 2014

Hausballerinas

Kürzlich habe ich ja berichtet, dass ich eine bunt gemischte Lieferung von der Wollfactory erhalten habe, für insgesamt drei verschiedene Handarbeiten.
Inzwischen ist das erste geplante Projekt fertig und bereits verschenkt.
Es sind gestrickt-gefilzte Hausballerinas, aus dieser grauen Strickfilzwolle:

Gestrickt habe ich mit Nadelstärke 8, und das Ergebnis waren wieder mal "Elbkähne", mit einer Länge von 40 cm.

 Als Grundlage für die Schuhe habe ich eine Anleitung aus der Filati Home Nr. 42 genommen. (Aus dem gleichen Heft habe ich erst vor einiger Zeit die weißen Babyschuhe aus diesem Beitrag gestrickt, und es sind noch weitere interessante Anleitungen im Heft, die ich gerne nacharbeiten möchte).  Die fertig gestrickten Teile habe ich in der Waschmaschine bei 40°C im Vollwaschgang, mit flüssigem Vollwaschmittel verfilzt und anschließend in Form gebracht und, über Schuhspanner gezogen, trocknen lassen.


Das Ergebnis gefällt mir gut, und ich werde diese Anleitung wahrscheinlich noch öfter verwenden, denn die Form wird hiermit etwas zierlicher als bei anderen Puschen.


Mit kleinen Satinschleifen verziert und in einem hübschen Karton verpackt haben die Hausschuhe inzwischen ihre künftige Trägerin erreicht, und wie ich hörte, gefallen und passen sie perfekt.



Freitag, 23. Mai 2014

Rund ums Mittelmeer - Die mediterrane Küche


Heute möchte ich euch das Kochbuch "Rund ums Mittelmeer" vorstellen, für mich eine der interessantesten Neuerscheinungen des Frühjahrs 2014 im Kochbuchbereich.

Auf 191 Seiten präsentieren Christoph Wagner und Franz Haslauer eine Fülle an bewährten aber auch neuen Rezepten aus dem gesamten Mittelmeerraum.
Mittelmeerküche ist aktuell, sehr beliebt und gesund, denn es werden hauptsächlich frische Zutaten der Saison verarbeitet. 
Den Einstieg machen die kleinen Häppchen. Da gibt es Antipasti aus Italien, Tapas aus Spanien und Mezes, wie die vielfältigen Vorspeisen hauptsächlich im orientalischen Raum genannt werden. Ob man nun gerne ofengetrocknete, eingelegte Tomaten mag oder eine Vorliebe für Kichererbsenpüree hat, ob man sich für Carpaccio entscheidet oder lieber kleine frittierte Sardellen genießt, die Möglichkeiten sind schon beim ersten Gang vielfältig und sehr lecker, und eigentlich könnte man sich schon satt essen, wüsste man nicht, da kommt noch mehr!
Weiter geht es im Buch mit einem ausführlichen Kapitel über Brote, Pizza & Co. 
Bruschetta kann man ebenfalls noch zu den Vorspeisen rechnen, aber für mich stellen die kleinen überbackenen Brote auch schon mal eine komplette Mahlzeit dar. Da man hier sehr viel variieren kann, ergeben sich immer neue Geschmacksvarianten. Neben Foccacia und Crostini findet man in diesem Kapitel ein klassisches Grundrezept für Pizzateig, ebenso wie eine selbst gemachte Tomaten-Grundsauce zum Bestreichen der Pizza. Besonders hat mich die Calzone interessiert, denn die habe ich bisher noch nie ausprobiert. Sie war das erste Gericht, das ich aus dem Buch nachgekocht habe. Allerdings habe ich die Füllung mit Tomatenwürfeln und frischem Basilikum gemacht und den Schinken weggelassen, da ich größtenteils vegetarisch koche. Das Ergebnis war sehr lecker, und durch das Garen im zusammengeklappten Teigfladen blieb der Inhalt ganz besonders saftig und aromatisch.

Natürlich darf in einem Kochbuch über mediterrane Küche auch die Pasta nicht fehlen.
Hier gibt es Nudeln reichlich, mit interessanten Soßen, manche traditionell, andere schon mal etwas ausgefallener. Zu meiner großen Freude habe ich auch ein Rezept für "Paglia e Fieno" (=Stroh und Heu) entdeckt, denn dieses Gericht, mit gelben und grünen Bandnudeln gemacht, habe ich in der Toskana leidenschaftlich gerne gegessen und kann es nun auch zuhause auf den Tisch bringen. 
Auch die interessanten Ravioli-Rezepte möchte ich unbedingt nach und nach ausprobieren, denn hier gibt es tolle Vorschläge für verschiedene Füllungen, und selbst gemachte Ravioli haben mit den matschigen Dingern aus der Dose absolut nichts mehr zu tun. 
Mit dem Kapitel über Reis und andere feine Körner bleiben wir weitgehend in Italien, denn hier ist die Heimat des lecker-saftigen Risotto. Spargelrisotto und Dinkelrisotto habe ich schon ausprobiert und für sehr schmackhaft befunden, aber auch das Tintenfischrisotto (Risotto Nero) und das Rotweinrisotto klingen außergewöhnlich und dabei sehr verführerisch. Damit noch lange nicht genug, warten noch weitere Vorschläge für Reisgerichte auf den Genießer. Polenta darf ebenfalls nicht fehlen, und es ist auch eine sehr ausführliche und reich bebilderte Anleitung für Paella vorhanden.
Als Zwischengang zu den Hauptgerichten kann man eine geeiste Joghurtsuppe mit Gurken auf den Tisch bringen oder etwas so Raffiniertes, wie weiße Tomatenschaumsuppe, servieren. Eine eigenständige und sättigende Mahlzeit bieten die "Ribollita", eine toskanische Gemüsesuppe oder auch eine griechische oder französische Fischsuppe, wobei wir schon beim nächsten Kapitel wären, das sich ausgiebig dem Thema "Fisch und andere Meerestiere" widmet. Ob gegrillt oder gedünstet, gebraten oder in der Salzkruste gegart, schon beim Betrachten der schönen und appetitlichen Fotos im Buch läuft einem das Wasser im Mund zusammen.
Wer sich lieber fleischlichen Genüssen hingibt, hat die Qual der Wahl, zwischen italienischem Rosmarin-Schweinebraten, Saltimbocca oder Ossobucco bis hin zu griechischer Moussaka oder türkischem Schisch Kebap.
Auch an die Vegetarier wurde gedacht, denn nun schließt sich ein Kapitel mit fleischlosen Beilagen und Hauptgerichten an. 
Die Rosmarinkartoffeln sind ein Gedicht, und es warten nun so feine Sachen, wie "Bohnen auf florentinische Art", "griechisches Kartoffelpüree", "geschmorte Babyartischocken" oder "Peperonata" darauf, ausprobiert zu werden.
Die Krönung eines guten Menüs ist natürlich das Dessert, und auch hier kann man aus einer Vielfalt an Vorschlägen wählen. 
Vielleicht möchte man nur einen Espresso mit einer Kleinigkeit dazu reichen, dann bietet es sich an, die Mandelkekse zu backen. Die stehen ganz oben auf meiner "To-do-Liste".
Wenn es ein wenig üppiger sein darf, kann man sich an dem slowenischen Strudel, mit viererlei Füllung, versuchen oder eine Limonentarte, Baklawa oder auch "Mousse au Chocolat" zubereiten. 
Es gibt so viele tolle Rezepte, dass ich hier nur eine kleine Auswahl erwähnen kann. Das Buch ist insgesamt sehr schön aufgemacht und mit reichlich appetitanregenden Fotos versehen.
Ein Glossar mit den wichtigsten Küchenausdrücken und ein alphabetisches Rezeptverzeichnis schließen sich an.
Mir gefällt an diesem Buch besonders die Mischung aus detailliert erklärten Grundrezepten der südlichen Küche und daneben den vielen exquisiten und etwas ausgefalleneren Kreationen. Man könnte sagen, in diesem Kochbuch vereinen sich Hausmannskost und Gourmetküche in sehr harmonischer Weise.
Besonders im Sommer kann man sich mit dieser großen Rezeptauswahl ein wenig südliches Flair zaubern und ein Stück Urlaub daheim genießen.


Herzlichen Dank an Literaturtest und den Pichler Verlag
für das Rezensionsexemplar