Freitag, 19. Dezember 2014

Anti-Stress Yoga / Petra Orzech

Weihnachten steht vor der Tür, und auch der Jahreswechsel ist nicht mehr weit. Den Beginn eines neuen Jahres nehmen viele Menschen zum Anlass, etwas in ihrem Leben zum Positiven zu verändern.
Für diesen Zweck ist die Kartenbox “Anti-Stress Yoga” von Petra Orzech bestens geeignet.

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Die Box ist aus stabiler Pappe und enthält insgesamt 74 Karten, davon 18 mit Rezepten und 56 mit Asanas in verschiedenen Schwierigkeitsstufen.
Die Kartenbox ist als Ergänzung zu Petra Orzechs Buch “Anti-Stress-Yoga” gedacht, kann aber auch gut für sich allein verwendet werden.

Mit Yogaübungen und der richtigen Ernährung kann man gegen den täglichen Stress und innere Unausgeglichenheit angehen, so schreibt die Autorin. Die Asanas sind zum Teil einfach auszuführen und jeweils sehr gut und ausführlich erklärt.Vieles davon lässt sich auch ohne Yoga-Erfahrung leicht umsetzen. Sehr schön für den Anfang eignen sich beispielsweise die “Achtsam-essen-Übung” oder die Atemlenkung oder die “Bienensummen-Atmung”. Diese Übungen haben etwas Meditatives; man kommt dabei zur Ruhe und kann schon nach wenigen Versuchen bzw. Ausführungen gute Erfolge erzielen.
Wie man die Box einsetzt, bleibt jedem Nutzer selbst überlassen. Man kann die Karten beispielsweise systematisch nacheinander nutzen und dabei die Übungen nach Schwierigkeitsgrad sortieren, oder man zieht täglich eine oder mehrere Karten und führt diese Asanas dann aus. Sicher spricht nichts dagegen, sich für den Anfang die liebsten Übungen, die einem besonders leicht fallen, herauszusuchen und sich eine Zeitlang darauf zu beschränken, bevor man sich an Schwieriges wagt.

Bei den Rezepten findet man ganz unterschiedliche Gerichte. Es sind viele vegetarische Rezepte dabei:
z. B. Blumenkohlsuppe mit Nussplätzchen, Tofubällchen auf Rahmchampignons, feuriges Gemüse mit roten Linsen und vieles mehr.
Auch 3 vegane Rezepte gibt es:
Nordafrikanische Tajine
Asiatischer Tofusalat und
Tofu-Gemüsepfanne aus dem Wok.
Aber es sind ebenso ein paar Gerichte mit Fleisch oder Fisch dabei:
z. B. Rindfleisch mit Austernpilzen und Zucchini,
Kichererbseneintopf mit Hähnchen oder
Lachsfilet mit fruchtigem Spinatsalat.
Und auch die süße “Seelennahrung” darf nicht fehlen:
beispielsweise Mirabellenclafoutis, Ricotta-Blaubeer-Krapfen oder Nashi-Birnen-Tiramisu.

Die Vielfalt hat mich überrascht, denn von Askese, womit man Yoga häufig verbindet, ist hier ganz und gar nichts zu spüren. Ich finde, diese kleine Box ist ein prima Einstieg und eine Möglichkeit, gute Vorsätze nicht nur zu fassen, sondern auch zu verwirklichen. Vielleicht sucht der eine oder andere noch eine kleine Geschenkidee, für eine gute Freundin oder einen anderen lieben Menschen. Da wäre die Box sicher auch prima geeignet, und natürlich darf man das eigene Wohlbefinden nicht vergessen, sondern kann sich selbst beschenken und mit der Box etwas Gutes tun.

Box und Buch sind im Systemed-Verlag erschienen und können dort auch direkt bezogen werden oder natürlich auch über den Buchhandel.

Montag, 15. Dezember 2014

Vorratsbibel / Ingrid Pernkopf, Willi Haider

Moderne Vorratshaltung und das Selbermachen von schönen Dingen in der Küche sind immer mehr im Vormarsch, und auch ich probiere vieles gerne aus. So war ich sehr neugierig, was mir die Vorratsbibel zu bieten hat.
Schon der erste Eindruck zu diesem Buch ist imposant, denn mit 1560 Gramm und über 380 Seiten im Großformat kommt ein richtiger Wälzer ins Haus und verspricht eine Menge an Möglichkeiten.
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Die äußere Gestaltung dieses Buches ist sehr hochwertig und ansprechend, denn die Buchdeckel sind nicht nur mit einem dekorativ glänzenden Einband versehen, sondern auch gepolstert. Mitgeliefert wird gleich ein Bogen nostalgischer Aufkleber, mit denen man seine Kreationen kennzeichnen und auch schmücken kann. SAM_2865
Das Vorsatzpapier ist mit attraktiven Fotos gestaltet, die gleich ein wenig verraten, worum es im Buch geht.
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Die Möglichkeiten, sich schöne Vorräte anzulegen und frische Zutaten zu leckeren Dingen zu verarbeiten, sind vielfältig, und wenn man die Vorratsbibel durchblättert, hat man den Eindruck, hier wird wirklich jedes Thema erschöpfend behandelt.
Es beginnt mit dem 1x1 der Vorratsküche. Hier erhält man erste Hinweise, welche Zutaten und Utensilien man für die kommenden Rezepte benötigt.
Das Buch ist durchgehend mit brillanten Farbfotos versehen, so dass man gleich einen guten optischen Eindruck gewinnt. Zwei Lesebändchen sind eine gute Hilfe, um Rezepte schnell wiederzufinden, die man gerade ausprobieren möchte.
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Und das wird in den verschiedenen Kapiteln geboten:
  • Marmeladen, Chutneys, Relishes (süß und herzhaft)
    Neben geläufigen Sorten, die jedoch auch immer in verschiedenen Varianten und mit originellen Ergänzungen beschrieben werden, findet man hier auch ausgefallene Kompositionen, beispielsweise Apfelstrudelmarmelade, Weihnachtsmarmelade, Radlergelee mit Ingwer oder Biergelee mit Himbeeren. Auch kaltgerührte Marmelade wird vorgestellt.
  • Säfte, Sirupe, Liköre und in Alkohol eingelegtesNeben mehreren Vorschlägen für Holundersirup findet man auch so außergewöhnliche Dinge wie Brennnesselsirup. Man kann nach den detaillierten Rezepten nicht nur Beerenlikör oder Eierlikör herstellen, sondern auch Salbeischnaps, Bierlikör und sogar Schwedenbitter, und man findet nicht nur traditionelle Rezepte für Rumtopf oder andere eingelegte Früchte, sondern kann sich sogar seine Glühweinessenz selbst herstellen.
  • Kompotte und Fruchtmuse
    Kompotte und Muse für viele Gelegenheiten werden in diesem Kapitel ergänzt durch Vorschläge, wie man Fruchtleder selber machen kann.
  • Aromatische Öle und EssigeEine reiche Auswahl an Rezepten für aromatische Öle sowie Gewürz-, Kräuter- und Fruchtessig wird ergänzt durch ausgefallene Spezialitäten wie Tannenwipfelessig oder Bärlauchknospen in Würzessig eingelegt.
  • Pikantes und süß-sauer EingelegtesAuch das Einlegen in Essig oder Salzlake ist mit den ausführlich dargestellten und zugleich einfach nachzumachenden Rezepten kein Problem.
  • Senf, Salatsoßen, Würzsoßen und –pastenSenf wollte ich schon immer mal gerne selber machen, und mit den Anleitungen im Buch werde ich das auch demnächst umsetzen.
    Selbst gemischtes und getrocknetes Suppenpulver ist eine tolle Sache, denn so weiß man genau, was drin ist, umgeht das leidige Thema “Geschmacksverstärker” und kann sich seine persönliche Lieblingsmischung zusammenstellen. Daneben wird auch eine weitere Variante erklärt, die ohne lange Trockenzeiten auskommt, weil das zerkleinerte Gemüse in Salz eingelegt wird. Das habe ich mir fest vorgenommen, demnächst auszuprobieren. Aber auch Salatsoßen, Würzpasten oder Pesto für jeden Geschmack sind hier zu finden.
  • Gewürz-, Salz- und Zuckermischungen, in Honig Eingelegtes
    Salz- und Zuckermischungen liebe ich sehr, weil man damit tolle Effekte beim Würzen erzielen kann. Sie sind schnell zu machen, und hier habe ich ganz neue Anregungen erhalten und sogar erfahren, wie man Orangeat (in Österreich Aranzini) selbst herstellen kann.
  • Backen im Einmachglas
    Kuchen im Einmachglas habe ich schon früher ausprobiert, aber nun habe ich endlich eine ausführliche Anleitung dazu, ergänzt durch praktische Geling-Tipps. Eine weitere Idee im Buch ist, nicht nur Kuchen, sondern auch Semmelknödel im Glas einzumachen. Das finde ich genial und sehr praktisch für die Vorratshaltung.
    Ergänzend findet man in diesem Kapitel einige Brotrezepte und Anregungen für süßes Festtagsgebäck, beispielsweise Allerheiligenstriezel oder Christstollen.
  • Herzhaftes zur Brotzeit: Buttermischungen, Schmalz und WürsteHier gibt es schmackhafte Buttermischungen, dazu Schmalz in mehreren Varianten, auch vegetarisches, und sogar wie man Wurst selber herstellt, kann man hier Schritt für Schritt erfahren.
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  • Trocknen und Dörren
    Für das Trocknen von Obst, Gemüse, Kräutern und Blüten gibt es verschiedene Möglichkeiten, die hier alle genau dargestellt und verglichen werden, und mit den hilfreichen Tipps ist man sicher, auch ein gutes Ergebnis zu erhalten.
  • TiefkühlenIm letzten Kapitel geht es um das Tiefkühlen, und auch hier kann man sich auf die kompetenten Ratschläge der Autorin verlassen.
  • AnhangKulinarischer Jahreszeitenkalender (mit Erntezeiten sowie Haupt- und Nebensaison verschiedener Obst- und Gemüsesorten)

    Österreichisch-deutsches Küchenlatein (kleine Übersetzung für alle, die nicht wissen, was man in Deutschland unter Germ versteht oder die nicht wissen, was sie sich unter der Gewichtseinheit “dag” vorstellen sollen.

    Rezeptregister
    Partner-Links
Die Vielfalt der im Buch enthaltenen Rezepte lässt keine Wünsche offen, und man bekommt richtig Lust, das eine oder andere in der Küche auszuprobieren. Viele der vorgestellten Leckereien eignen sich auch gut als kleines Mitbringsel oder Geschenk, denn Selbstgemachtes aus der eigenen Küche liegt voll im Trend, und das Gute daran ist, dass vieles sich wirklich schnell und einfach machen lässt.
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Nach ausgiebiger Durchsicht des Buches und einigem Ausprobieren bin ich begeistert und finde, dass “Die Vorratsbibel” ihrem Namen absolut gerecht wird.


Donnerstag, 20. November 2014

Lesekochbuch Bayreuth – Birgit Ringlein & Reiner Benker

Rezepte und Geschichten rund um den Gleeßtopf
Auch wenn es mich in Sachen Kochen und Backen häufig in die Ferne zieht und ich vor allem der Mittelmeerküche sehr zugetan bin, so gibt es doch immer wieder Zeiten in denen ich mich gerne auf traditionelle Gerichte meiner Heimat besinne. Gerade im Herbst, wo in vielen oberfränkischen Orten Kirchweih gefeiert wird, finde ich es besonders schön und heimelig, nach alten Rezepten meiner Großeltern zu kochen. Da geht es mir wie Birgit Ringlein und Reiner Benker, den Autoren des Lesekochbuchs Bayreuth, denn auch bei mir werden Kindheitserinnerungen wach, wenn Bratendüfte durch die Küche ziehen und das Wasser im “Gleeßtopf” kocht. Zur Erläuterung für alle Nicht-Oberfranken: “Gleeßtopf” ist der Topf, in dem die Klöße gekocht werden.
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Das eben erwähnte Lesekochbuch ist etwas ganz Besonderes. Zum einen gibt es mir die Möglichkeit, die traditionelle Küche Bayreuths mit meinen Hofer Rezepten zu vergleichen, denn in beiden Städten ist die oberfränkische Küche zuhause, es ist vieles ähnlich, aber man findet doch immer wieder regionale Unterschiede.
Die Gleeß (Klöße) werden in Bayreuth eigentlich genauso zubereitet, wie ich es kenne, vielleicht mit kleinen Abweichungen bei den Mengenangaben. So gab es kürzlich Klöße nach dem Bayreuther Rezept, und was soll ich sagen, es passt!
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Neugierig war ich auch auf die “Kerbassubbm” (Kürbissuppe), denn ich habe sie bisher ein klein wenig anders gemacht. Auch hier konnte mich das Ergebnis aus dem Bayreuther Lesekochbuch überzeugen, und ich werde demnächst öfter mal regional ein wenig “fremdgehen” Zwinkerndes Smiley
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Es gibt vieles, was ich ebenso zubereite, wie es die Autoren beschreiben, sei es die “Grießgleeßlasubbm” (Grießklößchensuppe), die “Pfannakungsubbm” (Pfannkuchensuppe oder Flädlesuppe), “Saura Zipfl” (saure Bratwürste aus dem Sud) oder “Sauerbrodn” (Sauerbraten), der auch bei uns mit “Reibkung” (Soßenkuchen) gemacht wird und einfach traumhaft schmeckt. Manche Gerichte kenne ich ähnlich, wie beispielsweise “Schnitzla” (Gemüsesuppe) ist ein Pendant zu unseren “Hofer Schnitz” (reichhaltiger Gemüseeintopf), die bei uns mit “Baggala” (Kartoffelpuffer) auf den Tisch kommen. Auch für diese Puffer gibt es ein Bayreuther Rezept, im Buch unter “Gabaggna Gleeß” zu finden.
Beim Blättern durch das schöne Buch kamen Erinnerungen hoch, und es wurden Sehnsüchte wach. Der “Kaapfm blau” (Karpfen blau) entspricht dem, was bei uns traditionell an Silvester früher gegessen wurde, und ein ähnliches Gericht, wie den “Wegglasbudding” (Brötchenpudding) hat meine Großmama früher oft zubereitet.
Auch mir völlig Neues konnte ich im Buch entdecken, und ich werde ganz sicher
den Bierbraten ausprobieren, ebenso wie die Bratwurstpfanne. Interessant klingt auch der “Graudsbrodn” (Krautsbraten), den ich auf jeden Fall nachkochen möchte. Es wird nicht nur die Alltagsküche gezeigt, sondern auch viele Festtagsgerichte werden in diesem Buch vorgestellt, so dass für das leibliche Wohl in allen Lebenslagen das Passende dabei ist.
Aber wieso “Lesekochbuch”? Zwischen den über 90 Rezepten findet man reichlich Lesestoff, in Form von kleinen Anekdoten, Gedichten, Erinnerungen und Geschichten rund um die schöne Stadt Bayreuth und ihre Bewohner, damals und heute.
Wie heißt es so schön: “Das Auge isst mit”, und bei diesem Buch hat es auch reichlich Gelegenheit dazu, denn viele Rezepte sind mit ansprechenden Fotos ergänzt, die einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen.
Auch ein paar kulturelle Eindrücke bietet das Lesekochbuch, beispielsweise ist das Bayreuther Festspielhaus, in dem die berühmten Wagner-Festspiele stattfinden, auf dem Vorsatzpapier zu sehen. Das Umschlagbild zeigt den Sonnentempel und einen kleinen Ausschnitt der Orangerie aus der Bayreuther Eremitage. Bayreuth ist eine Bierstadt, und so kann man auch eine Außenansicht des Maisel’s Brauerei- und Büttnereimuseums im Buch betrachten.
Es gäbe noch viel über das Buch zu erzählen, aber noch besser ist natürlich, es sich selbst anzusehen, denn für alle, die regionale Kochbücher lieben und vielleicht sammeln, ist dieses ein Schatzkästlein. Nicht nur Oberfranken, sondern auch Auswärtige können sich ruhig trauen, denn für alles Mundartliche  ist immer eine Übersetzung dabei.
Ein besonderes Schmankerl ist nämlich das “Bareitha Wörterbuch” (Bayreuther Wörterbuch), ein Mundart-Wörterbuch, das sich an die Rezepte anschließt. Hier werden mundartliche Begriffe von “Aach” (Auge) bis “Zwaawos” (Zweierlei) erklärt. Vieles kennt man auch als Einheimischer nur noch von früher, und wenn man es in dieser originellen Zusammenstellung liest, muss man unwillkürlich schmunzeln, ganz besonders beim Abschnitt “Schimpfwörterbuch”. Nur Eingeweihte wissen, was beispielsweise ein “Drudscherla” (langsames, naives Wesen) ist. oder was man unter einem “Grischbala” (dürrer, hagerer Mensch) versteht.
Der November neigt sich dem Ende zu, und Weihnachten rückt langsam aber stetig näher, und so wäre es naheliegend, das Lesekochbuch Bayreuth als hübsche und originelle Geschenkidee in Betracht zu ziehen, vielleicht für junge Oberfranken, damit sie die Traditionen ihrer Heimat in Küche und Sprache nicht ganz aus dem Gedächtnis verlieren oder für Kochbuchsammler, vielleicht auch für gebürtige Oberfranken, die mittlerweile anderswo leben, als schöne und schmackhafte Erinnerung an die alte Heimat. Ideen gibt es viele, und das Lesekochbuch Bayreuth ist für jede Küche und jedes Bücherregal eine vielfältige Bereicherung.

Nachtrag am 23.11.2014: Heute war es mir spontan nach einem schnellen und unkomplizierten Sonntagskuchen. Da ich die Zutaten alle im Haus hatte, habe ich mich für den Nusskuchen aus dem Bayreuther Lesekochbuch entschieden. Das Tolle ist, dass man nur drei verschiedene Zutaten benötigt: Puderzucker, Eier und gemahlene Nüsse. Das Ergebnis ist phänomenal. Es ist ein richtig schön lockerer und saftiger Kuchen geworden. Mein Mann meinte, das sei der leckerste Nusskuchen, den er je gegessen hat!



Herzlichen Dank an den Sutton Verlag und an Birgit Ringlein für das schöne Rezensionsexemplar.

Donnerstag, 6. November 2014

Unsere Friaul Rezepte – Gisela Hopfmüller, Franz Hlavac


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Wie das Vorwort dieses Buches verrät, hat das Autorenehepaar Gisela Hopfmüller und Franz Hlavac vor einigen Jahren das Friaul zu seiner Wahlheimat erkoren.Schon bald nach dem Bezug ihres Hauses in Varmo fingen die Autoren an, sich intensiv mit dem Friaul und seiner Küche zu beschäftigen. Es ist nicht ihr erstes Friaulbuch, denn schon vorher sind zwei Bücher über diesen Landstrich, die Menschen, die Traditionen und die Küche dort erschienen, doch während es sich bei den ersten beiden Bänden eher um Reise-Ratgeber, Fotobände, Landschafts- und Kulturbeschreibungen sowie Einkaufsratgeber handelt, ist dies hier ein reines Kochbuch.
Das Autorenpaar hat eine große Auswahl an Rezepten zusammengetragen, teils von Restaurants oder Trattorien, teils aus friulanischen Privathaushalten, ergänzt durch Ideen aus der eigenen Küche. Alle Gerichte im Buch wurden den vier Jahreszeiten zugeordnet, denn die Küche des Friauls konzentriert sich auf regionale und saisonale Zutaten. Zu jedem der gezeigten Gerichte gibt es auch gleich die passende Weinempfehlung.

Beim ersten Durchblättern ist mir aufgefallen, dass ein Großteil der Rezepte sehr einfach ist und mit wenigen Zutaten auskommt. Das ist typisch für die Küche der Region, denn diese ist sehr ursprünglich und puristisch, dabei gehaltvoll und vielfältig und trotz einer gewissen Üppigkeit auch gesund.

Bereits beim ersten Betrachten der Fotos habe ich eine ganze Reihe Markierungen bei den Rezepten angebracht, die ich unbedingt ausprobieren möchte. Besonders die Gemüsezubereitungen und die Fischgerichte haben es mir angetan, denn das sind die Themen, die ich besonders mit Italien verbinde. Indem ich italienisch koche, kann ich mir einen Hauch von Süden in meine eigene Küche holen und von sonnigen Urlaubstagen träumen. Als Inspiration dazu sind die im Buch gezeigten Bilder der Fotografin Mayda Mason bestens geeignet.

Zuerst habe ich ein Gericht ausprobiert, das sehr schnell und einfach zubereitet ist und das wundervoll schmeckt. Die benötigten Zutaten hatte ich alle im Haus, so dass ich gleich loslegen konnte.
Obwohl die Zucchininudeln im Buch stellvertretend für den Sommer stehen, hat uns dieses Pastagericht auch im Herbst sehr gut geschmeckt, und es ist gleich auf meine Liste der Rezepte gerutscht, die ich zu Rate ziehe, wenn es schnell gehen muss, denn auch dann braucht man auf Genuss nicht zu verzichten. 
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Typisch italienisch sind für mich auch die flachen, dabei aber ziemlich gehaltvollen Kuchen, die nicht nur bei der Kaffeetafel am Nachmittag in Erscheinung treten, sondern auch häufig, in Kombination mit einem kräftigen Espresso, als Dessert serviert werden. Daher habe ich mich spontan für einen herbstlichen Haselnusskuchen entschieden. Auch für ihn benötigt man nur wenige Zutaten, und er ist sehr schnell zubereitet. Er schmeckt richtig gut aromatisch nach Nüssen und ist innen noch schön saftig.

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Einen kleinen Wermutstropfen gibt es jedoch für mich, denn ich habe ein Problem mit der Beschaffung einiger Zutaten. Was man im Friaul sicher leicht beziehen kann, ist in meiner Region leider nicht zu kriegen. In Großstädten tut man sich damit sicher leichter, aber ich habe keine Ahnung, woher ich Chicoréesprossen, Hopfensprossen, Stängelkohl oder Leimkraut nehmen sollte. Auch italienische Wurst, wie Cotechino oder Pitina, werde ich leider hier nirgends kaufen können.

Aber es sind ja noch genügend andere Rezepte im Buch, die künftig meinen Speiseplan bereichern. Ich freue mich auf verschiedene Varianten von Teigtaschen und Risotto, auf gefüllte Calamari und geschmorten Seeteufel, um nur einige der Leckereien zu nennen. Sicher werde ich auch die Grappakirschen ausprobieren, und ich würde nur allzu gerne den Nusslikör ansetzen. Hier werde ich jedoch wieder an meine Grenzen stoßen, denn dafür bräuchte ich grüne, unreife Walnüsse. Aber vielleicht  findet sich dafür ja eine Lösung, denn das Ergebnis sieht sehr verführerisch aus.
Insgesamt waren meine ersten Eindrücke zu diesem Kochbuch überzeugend, und es werden noch viele weitere friulanische Gerichte folgen, die ich nachkochen oder backen möchte.



Herzlichen Dank für die Überlassung eines Rezensionsexemplars an den Pichler Verlag und die Agentur Literaturtest.

Dienstag, 21. Oktober 2014

Schnelle Kekse–Angelika Kirchmaier

Backen für Eilige

Mit dem Herbst kommt die Zeit, wo man wieder mehr Zeit drinnen verbringt. Was gibt es Schöneres, als in der Küche neue Leckereien auszuprobieren, und spätestens zum Martinstag sollen auch die ersten Plätzchen fertig sein, schon als Einstimmung auf die Adventszeit.
Aber eigentlich haben Kekse bei uns das ganze Jahr über Saison, nur eben dann ohne die weihnachtlichen Gewürze, und unterm Jahr soll es möglichst auch schnell gehen. Zu meinem geliebten Espresso mag ich immer eine süße Kleinigkeit, und so kam mir das Buch “Schnelle Kekse” natürlich gerade recht.

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Als ich dann noch entdeckt habe, dass dieses Buch von Angelika Kirchmaier ist, war ich besonders neugierig, denn von ihr hat mich schon im letzten Jahr “Brot backen für Eilige” begeistert. Wer die Autorin kennt, weiß ihr Konzept zu schätzen, denn sie legt nicht nur Wert auf Genuss und gutes Aussehen ihres Gebäcks, sondern achtet dabei auch immer auf möglichst gesunde und frische Zutaten.
Es lohnt sich, auch auf ihrer Website: Angelika Kirchmaier vorbeizuschauen, denn da stellt sie einige ihrer feinen Rezepte zur Verfügung.

Genuss und Gesundheit müssen sich nicht gegenseitig ausschließen, sondern können gut harmonieren, wie man an den neuen leckeren Keksrezepten sieht, die von Angelika Kirchmaier in diesem Buch gesammelt wurden.
Klar, auch diese Kekse sind süß, und man sollte auch hiervon lieber in kleinen Mengen genießen, denn auch Nüsse und Trockenfrüchte sind üppig. Aber Angelika Kirchmaiers schnelle Kekse sind nicht so süß und so fett wie herkömmliche Plätzchen und haben daneben noch viele gesunde Inhaltsstoffe zu bieten, denn auf die Qualität der Zutaten wird hier großer Wert gelegt.

Schon beim Durchblättern und Betrachten der Rezepte merkt man, dass die kleinen Gebäckteile zwar süß, aber nicht extrem klebrig sind. Die Zuckermenge ist bei den Rezepten weitaus geringer als man das von herkömmlichen Zutatenlisten kennt oder wird auch manchmal durch Honig ersetzt, und die Süße wird hier auch häufig durch Zugabe von Trockenfrüchten erreicht.
Eines haben die Kekse gemeinsam: sie gehen alle richtig schnell. Wie man mit wenig Aufwand tolle Ergebnisse erzielt, dazu gibt es reichlich Tipps.

Wer bisher der Meinung war, gesundes Gebäck würde langweilig aussehen, wird hier schnell eines Besseren belehrt. Mir gefällt sehr gut, dass manchmal getrocknete Blütenblätter als Farbtupfer genutzt werden. Sparsam eingesetzte Zuckerherzchen oder Glasuren sehen gut aus, ohne dabei jedoch allzu sehr ins Gewicht zu fallen. Die liebevoll arrangierten Fotos zeigen, dass man auch gesunde Plätzchen vielfältig dekorieren kann, und durch eine gekonnte Verpackung werden sie noch zusätzlich aufgewertet. Mit Phantasie, etwas Tortenspitze und hübschen Behältern hat man auch schnell ein hübsches Geschenk geschaffen, das dem Empfänger sicher Freude bereiten wird.

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Ein Gebäck, das ich das ganze Jahr über sehr gerne esse und das für mich, besonders nach einem guten italienischen Essen, einfach dazu gehört, sind Cantucci. Die kleinen knusprigen Mandelschnitten findet man mittlerweile in den meisten gut sortierten Lebensmittelmärkten zu kaufen. Aber im vorliegenden Buch ist nicht nur ein Rezept enthalten, sondern es gibt mehrere Varianten der italienischen Spezialität. Ich habe mich spontan für die Orangen-Cantucci entschieden, und die Herstellung ist wirklich so einfach und schnell, dass ich künftig auf jeden Fall die selbst gebackene Variante bevorzugen werde, denn diese Kekse sind viel leckerer und aromatischer als alle Cantucci, die ich bisher gekauft hatte. Das Ergebnis hat mich wirklich begeistert, und ich werde natürlich auch die anderen Sorten demnächst ausprobieren. Es gibt im Buch noch Anregungen für Kaffee-Cantucci, Nuss-Cantucci und “Sünden-Cantucci”.

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Aber auch Kipferl, Häufchen, Busserl, Cookies, Streuselkekse und vieles mehr sind in reicher Auswahl vorhanden, immer mit vielen Tipps, wie man sie am besten in Form bringt und schön anrichtet.

Im Anhang findet man eine kleine Warenkunde, wo man Wichtiges und Interessantes über die benötigten Zutaten erfährt, außerdem eine Pannenhilfe, wenn mal etwas nicht auf Anhieb gelingt, dazu auch viele Ratschläge für besondere Ernährungsformen, beispielsweise für Veganer, Allergiker und Diabetiker. Trotz freiwilliger oder gezwungener Einschränkungen bei der Auswahl wird man in diesem Buch schnell fündig, denn die Rezepte sind jeweils deutlich gekennzeichnet, für wen sie geeignet sind.

Sehr gut und praktisch finde ich, dass sich im Anhang eine Liste mit den Nährwertangaben zu allen Rezepten anschließt. So hat man gleich den Überblick, wie es bei den einzelnen Keksen mit den Kalorien, dem Fettgehalt und den Broteinheiten  aussieht.

Da es in diesem Buch auch viele Sorten mit weihnachtlichen Gewürzen auszuprobieren gibt, wird es von mir natürlich verstärkt in den nächsten Wochen zu Rate gezogen, aber eben nicht nur in dieser Zeit, sondern es ist ein Begleiter durch alle Jahreszeiten und für sehr viele Gelegenheiten, für alle, die sich selbst oder anderen eine kleine, süße (aber nicht zu süße) Freude machen möchten.

Herzlichen Dank an Literaturtest und den Pichler Verlag, für die Überlassung eines Rezensionsexemplars.