Montag, 22. September 2014

“rockthekitchen”–Sylvia Reiter

Dieses Buch fällt schon durch sein auffallendes Format aus dem Rahmen, denn es ist hoch und schmal, was durch den schwarzen Buchrücken optisch noch verstärkt wird.
Schon beim ersten Durchblättern war ich fasziniert von den tollen Aufnahmen, die übrigens alle von der Autorin selbst stammen.

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Zuerst war da ein Blog, wo Sylvia Reiter seit 2010 ihre kreativen Rezepte teilt und daneben noch sehr interessante Reiseberichte veröffentlicht. In diesem Blog vereint die Autorin ihre Leidenschaften für gutes Essen, inspirierende Reisen und Fotografie, und letztendlich ist nun ein Buch entstanden, das ihre besten Rezepte enthält. Viele der gezeigten Anregungen hat sie offensichtlich von ihren Reisen mitgebracht, und die ausdrucksstarken Fotos sprechen ihre eigene Sprache.

Das Inhaltsverzeichnis teilt die Rezepte übersichtlich in fünf Kapitel auf, die wären: 1. Breakfast, 2. Lunch, 3. Teatime, 4. Dinner und 5. Everytime. Selbstverständlich kann man alle Gerichte auch zu anderen Zeiten genießen; die Aufteilung ist nur zur ersten Orientierung gedacht. Wer seine Rezepte lieber nach Zutaten auswählt, findet auch hierzu ein übersichtliches Register im Anhang. Sehr gut gefällt mir, dass die vegetarischen und veganen Rezepte überwiegen und extra gekennzeichnet sind, so dass man sie auf den ersten Blick erkennt, wie auch alle glutenfreien und laktosefreien Rezepte.

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Die Auswahl der präsentierten Gerichte ist vielfältig, und schon bei der ersten Betrachtung ist mir ein Rezept für Ciabatta aufgefallen, denn auf dem Foto wird dieses Brot in einem gusseisernen Topf gezeigt. Da ich genau so einen Topf in meiner Küche verwende, war dies auch das erste Rezept, welches ich ausprobieren wollte. Ich habe mich genau nach der Anleitung gehalten, lediglich die getrockneten Tomaten habe ich weggelassen, denn damit können sich Mann und Tochter nicht recht anfreunden. Der vorbereitete Teig muss 12 bis 16 Stunden gehen, was sich praktischerweise über Nacht erledigt hatte, und ich muss sagen, die Herstellung dieses Brotes war, vom ersten bis zum letzten Arbeitsschritt, ein Kinderspiel!

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Es ist nicht nur wunderbar gelungen, sondern hat auch ganz hervorragend geschmeckt, was natürlich die Hauptsache ist. Diese Art des Brotbackens ist prima, und ich werde das auch mit anderen Rezepten ausprobieren.

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Vorgestern gab es dann die mit Couscous und Feta gefüllten Zuccini, denn auch dieses Rezept hat mich geradezu angelacht. Auch hier gestaltete sich die Umsetzung der Angaben sehr einfach, und das Ergebnis war absolut lecker.

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Mir persönlich gefällt die vielfältige und internationale Rezeptauswahl, und ich finde die bunte Zusammenstellung von Koch- und Backrezepten sehr gelungen. Hier findet man Shortbread, Cookies und Brownies ebenso wie frisch gemachte Lachs-Bärlauch-Ravioli. Asiatisches, wie Panang Curry oder diverse Sushi-Varianten präsentieren sich in trauter Nachbarschaft mit gefüllten Paprikaschoten nach italienischer Art oder handgemachten Tagliatelle. Aber auch die “deutsche Küche” ist vertreten, mit “Forelle in Riesling” oder “Kartoffel-Senf-Gratin mit fränkischen Bratwürsten”.  Das Buch besticht durch ausgefallene, interessante Kombinationen, die manchem Rezept einen multikulturellen Touch geben oder ein Gericht leichter machen. Hier möchte ich als Beispiel den klassischen “Kalten Hund” erwähnen, den ich bisher nur mit Kokosfett und Butterkeksen kannte und der mir immer viel zu üppig war. Die Autorin präsentiert eine gelungene Kombination aus Karamelkeksen mit Erdnussbutter, Schokolade und Sahne, die mir sehr viel besser gefällt.

Die einzelnen Rezepte sind übersichtlich angeordnet. Zuerst werden alle Zutaten aufgelistet, und darüber findet man einen Vermerk, für welche Stückzahl oder wie viele Personen die Menge gedacht ist. Auch die Erklärung der Zubereitung ist übersichtlich in einzelne Schritte gegliedert, und meist findet man am Ende noch Anregungen und Tipps für Variationsmöglichkeiten. Zu jedem Gericht gibt es ein ganzseitiges Foto.

“Rockthekitchen” bringt frischen Wind und Schwung in die Küche, und man kann den Titel durchaus wörtlich nehmen, denn festgefahrene Gewohnheiten oder herkömmliche Rezepte werden hier ganz schön aufgemischt. Mit dieser Fülle von Anregungen hat Langeweile beim Kochen absolut keine Chance. Ich für meinen Teil habe wieder ein neues Lieblings-Kochbuch gefunden.

 

Herzlichen Dank für die Überlassung eines Rezensionsexemplars an die Agentur Literaturtest und Edition Styria.

Mittwoch, 17. September 2014

Törtchenzeit – Sonya Kraus und Jessi Hesseler

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Vor einiger Zeit habe ich über das Büchereule-Forum die Gelegenheit erhalten, an einer Leserunde zu dem Buch “Törtchenzeit” teilzunehmen. Eigentlich ist Leserunde hier der falsche Ausdruck, denn es handelt sich eher um eine Koch-, Back- und Bastelrunde. Ich habe mittlerweile einige der enthaltenen Rezepte ausprobiert, und auch wenn ich in den letzten Wochen nicht viel dazu gekommen bin, Neues zu testen, so habe ich mittlerweile schon meine Stamm-Rezepte, die ich immer wieder gerne verwende. Auch wenn ich gerade mal nichts daraus backen oder herstellen möchte, nehme ich das Buch immer wieder gerne zur Hand, denn es ist einfach schön anzuschauen, und man kann sich von den brillanten Fotos inspirieren lassen, wenn man auch nur mal eben einen kleinen Dekorationsvorschlag braucht.

Schon die äußere Gestaltung und die gesamte Aufmachung des Buches sind sehr schön, mit vielen verführerischen Rezepten und Fotografien. Der Inhalt ist in übersichtliche Kapitel aufgegliedert, so beginnt alles mit den Basics, wo die Grundausstattung ebenso dazu gehört wie ein Back-ABC, in dem viele Begriffe und Tätigkeiten genau erklärt werden. Man findet in diesem ersten Abschnitt auch ausführliche, allgemeine Anweisungen und Grundrezepte zur Herstellung einer Torte oder von Cupcakes.

Es schließen sich Kapitel für die verschiedenen Jahreszeiten an, auch gibt es die Abschnitte “Klassiker neu aufgelegt”, “Geschenke machen”, “Backen mit Kindern” und ein Kapitel mit Getränken.

Egal für welche Feier oder Jahreszeit, in diesem bunten Potpourri hat man eine reichliche Auswahl an Anregungen und Anleitungen, nicht nur zur Herstellung von ausgefallenem Gebäck, sondern auch gleich mit Vorschlägen, wie man seine gebackenen Werke besonders gut präsentieren oder verpacken kann. Vieles ist ganz einfach nachzumachen und doch sehr effektvoll.

Gut gefällt mir, dass es hier viele Anregungen für Kleingebäck gibt, so dass man in einem kleineren Haushalt nicht immer einen riesen Kuchen verkonsumieren muss oder viele Reste übrig behält. Es werden überwiegend kleine Törtchen, Cupcakes, Müslischnitten oder Kuchen am Stiel vorgestellt. Toll sind auch die Rezepte für Kuchen im Glas, die man nicht nur zum Kaffee serviert, sondern die sich auch prima als Dessert eignen.

Ich freue mich nun schon auf die kommende Winterzeit, denn dafür gibt es im Buch ebenfalls reichlich Ideen. Bisher habe ich mich auf die sommerlichen Rezepte konzentriert, denn irgendwie hat es mir widerstrebt, in den Sommermonaten Christmas Cake Pops oder Weihnachtstörtchen zu backen. Aber davon wird demnächst einiges ausprobiert. Auch gibt es eine tolle Backmischung für Cookies im Buch, verbunden mit einer genialen Anleitung für ein Deko-Glas, das sich wunderbar zum Verschenken eignet. Das werde ich auf jeden Fall nachmachen.

Weniger abhängig von den Jahreszeiten sind die Vorschläge für Getränke, und hiervon habe ich schon einige zubereitet:

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Die Viva-Italia-Limonade, ein sehr erfrischendes Getränk für heiße Tage. Hier wird reichlich Zitronensaft und Basilikum verarbeitet, und das Ergebnis ist eine tolle Kräuterlimonade, die es im Sommer öfter bei uns gegeben hat. Je nach Vorlieben kann man den Anteil an Basilikum auch reduzieren, und ich habe meist etwas weniger Zucker verwendet, als im Rezept angegeben.

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Bananamama, eine leckere Bananenmilch mit geschmolzener Schokolade und Sahnehäubchen. Im Buch gibt es einen aufwändigen Dekorationsvorschlag, der besonders dann interessant wird, wenn man dieses Getränk für Gäste zubereitet. Ich werde das Rezept demnächst mit Bitterschokolade ausprobieren, denn das erste Ergebnis war sehr süß und hätte ein leicht bitteres Schoko-Aroma durchaus vertragen können.

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Eisiger Chai Latte, dafür wurde ein starker, süßer Chai gekocht und zu Eiswürfeln gefroren. In kalter Milch serviert lösen sich die Eiswürfel nach und nach auf und geben ihr tolles Aroma ab. Auch das ist ein wunderbares Getränk für warme Tage.

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Pflaumen-Trifle, das ist richtig lecker! Eine tolle Kombination aus starkem, herbem Espresso, säuerlichen Pflaumen, süßen Löffelbiskuits und einer sanften Vanillecreme. Damit werde ich künftig meine Gäste öfter verwöhnen.

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Himbeer-Käsekuchen im Glas wird in drei Schichten gemacht, aus pürierten Himbeeren, zerstoßenen Vollkornkeksen und einer Mascarponecreme. Auch das ist sehr lecker und kam bei der ganzen Familie gut an.

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Und dann noch meine geliebten Mini-Gugls. Ich habe schon seit längerem eine Gugl-Form und freue mich immer über neue Rezepte, die sich dafür eignen. Die kleinen Kuchen aus diesem Buch sind mit Mandeln und geriebenem Apfel gebacken, und prima finde ich die Idee, ein paar dieser Mini-Gugl in einen Eierkarton zu verpacken. So hat man ein Geschenk originell verpackt, das sicher gut ankommt.

Im Anhang des Buches findet man noch eine Aufstellung mit Bezugsquellen für die schönen gezeigten Dekoartikel. Mit den Bastelvorschlägen und ein wenig Kreativität hat man ganz schnell und mit wenig Aufwand tolle Dekorationen fertig.

Zwei Rezepte habe ich mir schon vorgemerkt, um sie in nächster Zeit auszuprobieren, es sind die dunklen Schokoladen-Cupcakes mit frischen Feigen und der Zimtschneckenauflauf. Ich bin schon gespannt darauf und werde zu gegebener Zeit darüber berichten, wie mir die Leckereien gelungen sind.

Mein Fazit: “Törtchenzeit” ist eine Fundgrube für jeden, der gerne leckere, süße Kleinigkeiten zubereitet und ausgefallene Deko- und Verpackungsideen liebt. Mir persönlich sind einige Rezepte etwas zu süß, aber letztendlich kann man ja bei den meisten Rezepten gut den Zuckeranteil reduzieren, ohne dass das Endergebnis leidet. Auch eignen sich viele Rezepte als Anstoß für eigene Ideen, denn man muss ja nicht alle Anleitungen zu 100% ausführen, sondern kann nach eigenem Geschmack abwandeln, neue Zutaten ergänzen oder austauschen. Der Phantasie sind eigentlich keine Grenzen gesetzt.

Donnerstag, 28. August 2014

Ein neuer Platz für meine Zeitschriften

Nach längerer Handarbeitspause gibt es mal wieder etwas von mir zu zeigen. Im Mai hatte ich ja bei der Wollfactory bestellt, und unter anderem sind zwei Konen Recotton dabei gewesen. Hier nochmal der Link zu meiner damaligen Bestellung: Klick
Ich hatte auch gleich angefangen, das dicke Bändchengarn zu verarbeiten, aber nach dem ersten Knäuel hat mein Handgelenk gestreikt. Daher lag das angefangene Teil nun einige Wochen in der Ecke. Aber endlich habe ich mich aufgerafft und meinen Korb fertig gehäkelt, damit meine Koch-Zeitschriften ein neues Zuhause haben.

Und so habe ich den Korb gemacht:
Benötigt habe ich für einen Korb dieser Größe 2 Konen Recotton (geht natürlich auch mit Zpagetti), und ich habe mit einer Häkelnadel Nr. 7 gearbeitet. Wenn ich mal wieder mit diesem Material häkle, werde ich aber eine etwas stärkere Häkelnadel benutzen, denn dann geht's auch leichter.

1. Runde: Eine Anfangsschlaufe bilden und 8 feste Maschen hinein häkeln,
in der zweiten Runde jede feste Masche verdoppeln, so dass man am Ende der Runde 16 Maschen hat. Am Ende der Runde einen Faden oder Maschenmarkierer anbringen. In der dritten Runde jede zweite Masche verdoppeln, in der vierten Runde jede dritte Masche und so weiter. Ich habe insgesamt 12 Runden auf diese Weise gehäkelt. In der folgenden Runde ebenfalls feste Maschen häkeln, jedoch nur in die hintere Schlaufe der Masche einstechen, das ergibt dann einen Rand, so dass der Korb einen besseren Stand bekommt. Nun gerade hoch, immer in Runden zu festen Maschen häkeln, bei mir waren das 7 gerade Runden. In der folgenden Runde die Stellen für zwei Henkel (gegenüberliegend) bestimmen und markieren. Meine Griffe habe ich jeweils über 10 Maschen gearbeitet. Egal wie groß der Korb ist und mit wie viel Maschen man die Runden häkelt, für die Position der Griffe teilt man die Maschenzahl einer Runde durch 2. Dann häkelt man die erste Hälfte feste Maschen, bis auf 10, arbeitet 10 Luftmaschen und übergeht 10 Maschen der letzten Reihe. Nun häkelt man die zweite Hälfte feste Maschen, wieder bis auf die letzten 10, arbeitet nochmal 10 Luftmaschen, übergeht die letzten 10 festen Maschen der Vorreihe und beendet die Runde mit einer Kettmasche in die Anfangsmasche. In der folgenden Runde häkelt man wieder feste Maschen, wie gewohnt, und um die Luftmaschenreihen, die jeweils einen Griff bilden, werden auch 10 feste Maschen gehäkelt. Ich habe noch eine weitere Runde feste Maschen darüber gehäkelt, bis mein Garn zu Ende war. Die zwei Knäuel sind bis auf ein kleines Fitzelchen aufgegangen. Wie ihr seht, ist der Korb recht geräumig geworden, so dass ich großformatige Zeitschriften gut hineinlegen kann. Natürlich ist so ein Korb vielseitig einsetzbar, als Wollkorb für Handarbeiterinnen, als Spielzeugkorb für die Kleinen oder auch als Katzenkörbchen. 

Dienstag, 5. August 2014

Spielzeug von Eltern selbst gemacht - Freya Jaffke


Spielzeug von Eltern selbstgemacht: Arbeitsmaterial aus den Waldorfkindergärten 1

Dieses 160 Seiten starke Buch wendet sich in erster Linie an Eltern, Großeltern, Erzieher und an alle kreativen Menschen, die mit Kindern zu tun haben und sinnvolles, brauchbares Spielzeug für die Kleinen selber machen wollen.
Betrachtet man die verschiedenen Vorschläge, so ist es gar nicht so schwer, wirklich schönes und gutes Spielzeug selbst herzustellen. Manchmal reicht schon ein Foto zur Inspiration, denn vieles ist ganz einfach und doch so genial. Es werden ausschließlich Naturmaterialien verwendet. Für die ganz Kleinen gibt es ein Knotenpüppchen, ganz fein und abgerundet geschliffene Holzklötzchen oder einen bestickten Filzball.  Nach und nach wird das Spielsortiment ergänzt. Es kommen weitere Dinge dazu, beispielsweise Spieltücher, selbst gehäkelte Kordeln, Spielkissen, Bauhölzer und vieles mehr. Wenn man sich in der Natur umsieht, kann man viele kleine Schätze entdecken, die von den Kindern gerne angenommen und in ihr Spiel integriert werden. Gemeinsam mit den Kleinen kann man schöne Steine, Zapfen und Federn sammeln, und in Verbindung mit Bausteinen entstehen wundervolle, phantasiereiche Landschaften oder Accessoires für die Puppenstube. Auch große Projekte kann man mit Hilfe der bebilderten und gut beschriebenen Anleitungen im Buch schaffen. Vom Kaufladen, der Puppenstube oder dem Puppenhaus, dem Bauernhof bis hin zu Spielzeug für draußen, wie Sandkasten, Blockstelzen und vieles mehr ist hier vertreten und verlockt dazu, es nachzuarbeiten. Auch die Fertigung einfacher Marionetten oder farbenfroher Bilder aus Märchenwolle wird gezeigt. Ob man lieber mit Holz werkelt oder eine Handarbeit, wie Stricken, Häkeln oder Nähen bevorzugt, mit allen kreativen Techniken lässt sich Schönes schaffen, das den Kindern Freude macht, die Phantasie und Kreativität anregt und zu intensivem Spielen animiert. Gerade für Strickbegeisterte sind sicher die handgearbeiteten Tiere aus Wolle interessant. Da gibt es Schafe, Pferdchen, Esel, Schweinchen, Katzen und auch Hühner oder Enten, und mit Hilfe der genauen Anleitung und der Unterstützung eines Erwachsenen können das sogar schon etwas ältere Schulkinder nacharbeiten. Das kann ein Ansporn für die Kinder sein, sich ihre eigenen Lieblingsspielsachen selbst zu machen, worauf sie dann natürlich besonders stolz sind.
Die Autorin ist eine erfahrene Waldorfkindergärtnerin, und  dieses Buch erschien nun bereits in der 23. Auflage, mit über 160.000 verkauften Exemplaren. Diese Zahlen sprechen für sich, und wenn man sich das Buch näher ansieht, kann man den Erfolg auch nachvollziehen.


Das Buch ist im Verlag Freies Geistesleben erschienen und auch dort beziehbar.



Sonntag, 22. Juni 2014

Whipped Shea Butter selbst gerührt

Da meine Haut stellenweise sehr trocken ist und ich lt. Hautarzt eine Neigung zu leichter Neurodermitis habe, die jedoch nicht so stark ist, dass ich medizinische Salben benutzen müsste, rühre ich mir für meine Zwecke eine sahnige Creme, die  meiner Haut richtig gut tut und ruppige Stellen schnell glättet. Seit langem hat sich für mich die "Whipped Shea" bewährt, d.h. eine luftig aufgeschlagene Sheabutter.

Es gibt für "Whipped Shea" jede Menge Anregungen, wenn man sich im Internet umsieht, denn diese "nahrhafte" und natürliche Pflege ist sehr beliebt. Hier habe ich euch mal meine persönlichen Favoriten zusammengestellt, was ich alles hineingebe.

Als Zutaten nehme ich 2/3 Shea und 1/3 Pflanzenöl, in diesem Fall habe ich Jojoba- und Arganöl gemischt, also sieht meine Zusammenstellung so aus:
100 Gramm Shea, 25 Gramm Jojobaöl und 25 Gramm Arganöl. 
Dazu kommen noch 10 Gramm Schwarzkümmelöl, da es meiner Haut besonders gut tut, noch 5 Gramm Borretschöl (man kann auch nur Borretschöl oder nur Schwarzkümmelöl nehmen, je nachdem was man lieber mag) 
und zuletzt noch 8 bis 10 Tropfen ätherisches Lavendelöl.

Die Zutaten sollten Zimmertemperatur haben, die Shea sollte schön weich sein. Ist sie noch zu fest, erwärme ich sie vorsichtig im Wasserbad, bis sie an den Rändern anfängt zu schmelzen. Auf keinen Fall darf sie zu stark erhitzt werden, denn sonst wird das Ergebnis grisselig. Alle Zutaten in einer Rührschüssel vorsichtig vermengen und dann mit dem Handrührgerät (höchste Stufe) kräftig aufschlagen. Ich stelle die Schüssel mit der Shea-Creme zwischendurch immer mal 10 Minuten in den Tiefkühler und schlage dann erneut auf. Das wiederhole ich ca. 3 bis 4 mal. Hat man anfangs eine ölige, gelbliche Masse, so wird die Shea durch das kräftige Aufschlagen richtig locker und weiß; sie bekommt eine ähnliche Konsistenz wie geschlagene Sahne.  Durch das Bearbeiten nimmt die Masse fast das doppelte Volumen an.
Da die Creme ausschließlich ölige Substanzen enthält, kann man auf eine Konservierung verzichten, was die "Whipped Shea" natürlich nochmal verträglicher macht.


Ich sammle ständig schöne Cremetöpfchen, so dass ich immer genügend Behälter habe, um meine selbst gerührte "Whipped Shea" abzufüllen. Nun habe ich wieder für eine Weile Vorrat.